Willkommen! Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.

Um schreiben oder kommentieren zu können, benötigen Sie ein Benutzerkonto.

Anmelden - oder - Benutzerkonto erstellen

Ich habe mir gerade folgenden Film angesehen...

  • bei den ganzen Nolans kommen wir eh nie auf einen grünen zweig bzgl. ranking oder "Meisterwerk!!!"-geschrei. bei mir sind's zum beispiel Memento, Insomnia und mit abstrichen The Prestige, die ich richtig owsem finde, während ich seine Batmans (außer Joker und Bane als Charaktere) nie leiden konnte. Inception und Interstellar sind prätentiöser scheiß, und Dunkirk hat nun eben außer der visuellen inszenierung so rein gar keinen unterhaltungswert mehr zu bieten.




    handelt mit es, ein jeder mag halt nicht das selbe wie der andere :nobbsshow:

  • The Dark Knight und Dark Knight Rises sind vollkommen überbewerteter Volldreck! Hess Lätscher war und bleibt ein rotzendoofer Teenie-Filmdarsteller. Sein Joker ist bloß nicht die beschissenste Inkarnation des Charakters weil Jared Leto noch beschissener war und weil man Lätschers Tod irgendwie massenmedial kompatibel als Nachricht von Wichtigkeit verkaufen wollte. Da hätte man ihn und seine Darstellung auch als heilig gesprochen, wenn er den Zwerg in Leprechaum Teil 48 gegeben hätte. Handelt damit!

  • Kinjite: Forbidden Subjects (Kinjite - Tödliches Tabu), durchweg reaktionärer und überraschend sleaziger Action-Krimi mit Charly Bronson, der maximal durch das nicht ganz vorhersehbare Finale im Gedächtnis bleibt. Knappe 6 von 10.


    KINJITE_SIDE_A-32-600x338.jpg



    The Loves of Count Yorga, Vampire (Junges Blut für Dracula), extrem zäher Vampir-Grusler der unteren B-Klasse, der weder formal noch inhaltlich überzeugen kann und die Geduld des Zuschauers bis aufs Äußerste strapaziert. Knappe 3 von 10.


    count-yorga-vampire-1970-movie-review-erica-eats-cat-scene-judy-lang.jpg

  • Justice League, audiovisuellen Zucker bietende Superhelden-Team-Up-Action, die trotz der problematischen Produktionsgeschichte und der verhältnismäßig knappen Laufzeit von etwa zwei Stunden erstaunlich vieles richtig macht, zumindest im zweiten Drittel aber auch etwas holprig und stellenweise zu gehetzt wirkt. In jedem Fall ordentliche Krawall-Unterhaltung für Filmfreunde, die auch mit den bisherigen DCEU-Filmen wenigstens etwas Spaß hatten. 7 von 10.


    tumblr_m9qnh6BV9q1qj5gu3.gif

  • Three Billboards Outside Ebbing, Missouri {2017, Martin McDonagh}

    Ein junges Mädchen wurde vergewaltigt und ermordet. Da die Mutter kein Vertrauen mehr in die Polizei hat, weil sich bei der Aufklärung des Falles nichts tut, will sie den Staatsdienern etwas Dampf machen.

    Ein ernstes Thema, schwarzer Humor, recht skurrile Charaktere, ein schönes, typisches Kleinstadtflair und eine tolle Besetzung ergeben einen tollen Film, bei dem einem das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt, die Dialoge bissig und nuanciert sind und der viel Liebe zum Detail bietet. Ein gelungenes Ende gibt's obendrauf.

    8,5/10

  • Jeepers Creepers 3 – Der Film ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn ein Studio eine Lücke im Horror-Programm hat und nach Franchises schielt, die man noch ein wenig melken kann. Nun also Jeepers Creepers mit einer spektakulär überflüssigen Fortsetzung. Salva ist auch wieder mit dabei und hat den Kram sogar geschrieben. Eigentlich müsste man damit rechnen können, dass das Ding so wie die Vorgänger in recht solide Bahnen gelenkt wird – aber nix da. Der Plot um ein paar abgebrühte Dämonenjäger, die zeitlich zwischen Teil 1 und 2 angesiedelt ist, die das menschenfressende Vieh jagen, wird öde runtererzählt und zitiert auf peinliche Weise Genreklischees. Immer wenn der Film glaubt, gerade besonders cool zu sein, kann man nur noch mit den Augen rollen. Es hilft auch nichts, dass die digitalen Effekte und das Monster Makeup lächerlich schlecht sind. Das Monster sieht aus wie ein in die Jahre gekommener Wrestler der dritten Reihe. Franchise tot (1/5).

  • The Night of the Hunter – Der Film hat sich über die Jahre zu einem meiner Lieblinge entwickelt. Gestern fiel mir wieder auf, wie konsequent düster der Film ist: Der Priester ist ein Wichser, die Dorfbevölkerung scheinheilige Pisser, die Mutter ein Trottel und alle Erwachsenen (bis auf eine) sind total herzlos. Achja, und Frauen sind generell hohl. Kein Wunder, dass in der heilen Welt der fünfziger Jahre der Film so gar nicht ankam. Wer den Film heute sieht, kann das natürlich nicht verstehen. Dieses grimmsche Märchen in der Noir-Version sieht zum Niederknien großartig aus. Man möchte sich jede Einstellung rahmen. Es gibt kaum einen stimmungsvolleren Film (5/5).

  • Blutiger Freitag – Dieses Deutschland der frühen siebziger Jahre wirkt auf mich total fremd: Plattenbauten, Tristesse, Menschen, die das dritte Reich mental noch nicht hinter sich gelassen haben, und asoziale Hippie-Gangster. Asozial ist glaube ich das Motto des Films, denn Sprüche, Figurenverhalten und generell die Haltung des Films sind unterste Schublade. Und ich meine das als Kompliment. Ich habe mich prächtig amüsiert. Habe auch richtig Bock auf die anderen Filme der Trailer-Show im Bonusmaterial bekommen. Nur mit etwas werde ich einfach nicht warm: Stumm aufgenommene Filme, die im Studio komplett vertont werden. Das hört sich im Ergebnis oft so steril an. Das passt nicht zum so dreckigen Blutigen Freitag (4/5).

  • Patriots Day aka Boston {2017, Peter Berg}

    Bin ja kein großer Berg-Fan, aber wie er den Film inszeniert hast, ist schon als gelungen zu bezeichnen. Das Attentat an sich und vor allem der Shootout sind unglaublich dicht und intensiv, das ist große Klasse. Die ganze Arbeit von FBI und Polizei ist sehr interessant geschildert. Wie bei Berg üblich wird's sehr sentimental zwischendrin. Manchmal passt, andermal übertreibt er es aber auch. Der Streifen hat insgesamt aber 'nen ganz guten Flow. Die Musikuntermalung war mir zu manipulativ und aufdringlich. Weniger wäre hier mehr gewesen, denn die atmosphärisch stärksten Momente waren die ohne Musik. Darstellerisch war's okay.

    7/10

  • Detroit {2017, Kathryn Bigelow}

    Bigelow schildert den Beginn der Rassenunruhen in Detroit 1967 zunächst in dokumentarischer Weise. Der Zuschauer beobachtet und kann sich einen Überblick über die Vorkommnisse verschaffen, um das Geschehen für sich einzuordnen. Später schwenkt der Film dann zu einem konkreten Ereignis, einer Razzia in einem Hotel, das kammerspielartig inszeniert ist. Ein sehr beklemmendes Szenario, das tiefe Abgründe aufzeigt und die Hilflosigkeit der beteiligten Personen gnadenlos beschreibt. Gefilmt ist das mal wieder fantastisch, die Kameraarbeit ist vorzüglich, der dezente Score fügt sich gut eine. Gespielt ist das Ganze auch noch hervorragend.

    8/10

  • Das trifft es ganz gut.


    Ich fand ihn über weite Strecken schlicht unglaublich öde. Und gerade deshalb fallen einem Sachen besser auf, die einfach nerven. Zum Beispiel die verschiedenen Zeitebenen, die völlig konfus miteinander verwoben sind. Und weil Nolan die so clever fand, werden auch die wenigen Szenen, in denen ein bisschen Spannung aufkommen könnte, gnadenlos durch Sprünge zwischen den Zeitebenen zerhackt. Überhaupt ist alle so unglaublich wichtig und bedeutungsvoll; Nolan geilt sich geradezu an der eigenen Seriosität und Metaphorik auf, vergisst dabei aber, dass ein Film auch etwas erzählen sollte, auch wenn die Story wenig hergibt. Stattdessen sieht man hundertausendmal Kameraflüge über den lächerlich leeren Strand mit den nicht einmal kaschierten Nachkriegsgebäuden oder irgendwelche anonymen Soldaten, die alle gleich aussehen. Und Tom Hardy gibt den unfähigsten Kampfpiloten ever. 2,5/5