Beiträge von KIWUMEISTER

    Mortal Kombat II

    Keine Ahnung, wie Karl Urban in diesem Film landen konnte. Der wirkt da als Johnny Cage ebenso deplaziert wie die arme Seele mit dem KIK-Make-Up, die Quan Chi darstellen soll. Den ersten Film fand ich sogar ausgesprochen gut. Umso weniger kann ich mir diesen erklären: Eigentlich eine Aneinanderreihung von Szenen in de nen Leute, die vor mehr oder weniger gelungenen Greenscreens (oder in mittelmäßigen Studiobauten) rumhüpfen und Kämpfe aus den Spielen nachäffen. Fans werden sich darüber freuen, dass es massenhaft legendäre Stages und Moves in den Film geschafft haben. Rote Suppe beschränkt sich allerdings auf CGI-Geblute. Würde alles sicher als Fast Food-Trash Bock machen. Macht es aber nicht. Weil man null zu erzählen hat. Weil man auf den ersten Film riesige Haufen scheißt. Weil das Schauspiel unterirdisch ist. Weil man sogar an Fatalitys spart. Die ersten drei Kämpfe lang kann man sich das noch geben. Aber danach langweilt das nur noch. Nix erwartet, nix bekommen. 1 von 10

    Den sidste viking

    Anders Thomas Jensen hat einmal mehr das Adams Äpfel-Team zusammengetrommelt und liefert ab, was man braucht - schräge Figuren, bösen LULZ, blutig brutale Spitzen und eine tragische Familiengeschichte. Wir lernen absurde Selbstmordversuche kennen und erfahren, warum Heinrich Himmler die Beatles mit Abba-Stücken zum Erfolg führt. Da ist alles drin, was man sich wünschen kann. 9 von 10

    Heldin

    Wirklich beeindruckend ist hier, dass die Inszenierung aus dem beruflichen Alltag in einem Krankenhaus eine Art von dokumentarisch gefärbten Thriller zimmert. Das ist schon extrem perfekt in seiner Machart. Kamera, Musik, Darsteller, Tempo - alles on point. Sogar die Performance von Leonie Benesch ist ziemlich gut. Macht beihnahe ihr Mitwirken im filmischen Abfallprodukt Das Lehrerzimmer vergessen. Heldin wäre wirklich sensationell gut, aber in der letzten halben Stunde ersäuft der Film in einem Brei aus kitischigen Fremdschäm-Episoden. Da fängt die Hauptfigur an, allehand Charaktere zu belehren, telefoniert mit dem Töchterlein oder agiert als moralische Instanz und bekehrt nervige Patienten. Ja, das wäre eine glatte 10 von 10, wenn der Film 60 Minuten lang wäre. Aber mit dem komplett bescheuerten letzten Drittel zerstört man den Gesamteindruck massiv. Daher leider nur 7 von 10

    The Conjuring: Last Rites

    Teil 1 war super, Teil 2 ganz gut. Teil 3 war ein lahmer Stinker - und das trifft auch auf Teil 4 zu. Wenn der Film seine finalen 30 Minuten auspackt, hat man bis auf eine amüsante Kotzszene sonst nur brutalen Leerlauf erlebt. Alles gur inszeniert, aber furchtbar öde. Vera Farmiga und Patrick Wilson sind gewohnt gut, aber können den Schnarcher nicht allein schultern. Das 80s Setting wird zu keiner Zeit ausgespielt, Rest ist 08/15 Blumhouse. Allenfalls, weil ich daa Franchise mag, gibt es noch 3 von 10

    "Wuthering Heights"

    Promising Young Woman lebte damals ja eher davon, dass er dem Hype nie gerecht wurde. Als innovativer #metoo-Thriller abgefeiert, war's am Ende eh abgestandener Kaffee. Überraschungsarm und zumeist rotzlangweilig. Saltburn als Nachfolgefilm war dann auch wieder nicht der große Skandal-Film, als welcher er schmackhaft gemacht wurde. Aber als Edel-Trash halbwegs brauchbar. Mit "Wuthering Heights" verhält es sich ebenfalls wieder enttäuschend. Angepriesen als Literaturverfilmung mit Softporn-Einschüben, entpuppt sich auch der dritte Film von Emerald Fennell als etwas völlig anderes - nämlich als ereignisloser Edel-Trash. Die Vorlage und deren Figuren oder Entwicklungen sind Fennell völlig egal. Stattdessen inszeniert man etwas, was wohl als Arthouse angedacht war, aber sich bloß als überlanges Remake sämtlicher Meat-Loaf- und Bonnie Tyler-Videoclips entfaltet. Pro-Tipp: Ton aus und stattdessen Bat out of Hell I - III drüberlaufen lassen. Bis auf die tolle Kameraarbeit, die Kostüme und prächtige artyfarty-Einstellungen kann man den Rest vergessen. Grauenhaftes Schauspiel, saudumme Dialoge, Scheiß Soundtrack und weder Drama noch sonstwas. 3 von 10


    Balls Up

    Peter Farrelly muss sich offenkundig in einer schweren Existenz- und Schaffenskrise befinden. Anders kaum zu erklären, dass Balls Up überhaupt als "gute Idee" abgesegnet werden konnte. Der Film besteht irgendwie aus den immer selben Pimmel- und Klöten-Witzen, die in gefühlt nie enden wollenden Variationen aufgetischt werden. Selbst ich als bekennender Fan von Movie 43 hatte bei Balls Up immer wieder das Verlangen, das Elend abzuschalten. Sorry, der taugt nix. 1 von 10


    Apex

    Im Outback nichts Neues: Charlize Theron erlebt Abenteuer (in sehr sehr schicken Bildern) und kämpft gegen einen Serienkiller. Kann man alles machen, kann man auch gut wegglotzen. Kein Stinker, kein Kracher. Aber so nebenher geht der gut runter. 5 von 10

    28 Years later: The Bone Temple

    Den ersten Film der neuen Trilogie fand ich ja grauenvoll mies und stinklangweilig. Teil 2 hat mich jetzt irgendwie seltsam fasziniert. Die Atmosphäre hat was. Die eigentliche Handlung um die Reise des Blags kommt zwar auch diesmal kaum vorwärts, aber dafür passiert massig wirres Zeug. Die Jimmy (Savile)-Sekte bringt derbes Tortureporn-Feeling in den Film. Die Nebenhandlung mit dem sprechenden Alpha ist herrlich bekloppt. Ralph Fiennes und seine 666-Darbietung kommt sogar ziemlich großartig daher. Hier passt nichts wirklich zusammen. Dafür wird die Gore-Sau echt hart gemolken. Um in den letzten Minuten den von vielen ja heiß erwarteten Callback zu präsentieren. Kein guter Film. Aber einer, der zu keiner Zeit langweilig ist und einer, der trotz seiner zerrütteten Erzählweise fesselt. Machte jedenfalls Lust auf Teil 3 - und nährt die Vermutung, dass man nachher wohl 6 Stunden gesehen haben wird, bei der bloß wahllose Stichworte von Garlands Bierdeckel verfilmt wurden. Trotzdem: 6 von 10

    The Devil Wears Prada 2

    Teil 1 war ja nun nicht mehr als die tausendfach zuvor erprobte Aschenputtel-Geschichte. Hatte man zigmal schon gesehen. Warum das trotzdem noch ein Publikum fand, war klar. Das Setting war nun so gesetzt, dass es Zuschauerinnen abholte, die sonst im TV GNTM oder Sex and the City angafften. Typischer Quark mit Mode, Laufsteg und egalen Luxusmarken. Der Film hatte zwar nur müde Gags und war zahnlos nach Schema F heruntergekurbelt - aber fand wohl Fans. Teil 2 aktualisiert ein paar Parametet (Krise bei Printprodukten, Fokus auf Social Media), aber bietet abermals dieselbe Nummer. 20 Jahre später muss Andy wieder Mirandas Anerkennung gewinnen - und nebenher den Laden retten. Läuft natürlich ohne wirkliche Überraschungen ab. Und wie vor 20 Jahren gibt es wieder Modenschauen und zig Cameos von random Leuten aus der Fashionbranche. Und Lady Gaga is auch dabei. Es gilt daher wie auch schon bei Teil 1: Tut nicht weh, ist seicht und 08/15. Guckbar ohne Schmerzen, aber nix Besonderes. 5 von 10

    Michael

    Ein generisches Biopic wurde erwartet. Aber bekommen hat man noch weniger als das. Michael ist nicht einmal so etwas wie ein Film. Eigentlich hat man bloß Auftritte, Clips oder Making-Ofs von Videos oder Alben einfach nochmal nachgedreht und aneinandergereiht. Dazwischen gibt es magere Handlung - zum Beispiel wie CGI-Affe Bubbles geliefert wird, Michael mit einem Lama spazieren geht oder CGI-Feuer auf dem Kopf brennt. Die Spielhandlung (Jacko will zu Hause ausziehen und weg vom böses Vater) hat die peinlichsten Dialoge, die man überhaupt jemals hörte. Das ist auf Level von The Room. 1 von 10

    In The Lost Lands

    Wirrer Langweiler, der unter Steampunk-, Endzeit- und Fantasy-Versatzstücken begraben in Kackbraun und Grau in Grau dahinplätschert. Paul Weaselshit Anderson klöppelt miese CGIs mit Belanglosigkeit zusamnen. Da passiert viel, aber es juckt niemanden. Dave Bautista und Milla Jovovich sind wohl das schlimmste Couple seit Ewigkeiten. Ja, das ist alles völlig schlecht. Aber nie auf einem Level, dass man sich über den Trash amüsieren könnte. Einen Bonuspunkt vergebe ich dennoch: Würde ich die immer noch heftig geile Milla täglich knallen und die deutschen Volldeppen der Constantin würden unser sorgenfreies Leben über 30 Jahre freimütig durchfinanzieren, würde ich auch sowas drehen. DZ Bank und Commerzbank München und das Polnische Filminstitut gönnen hart. Sind selber Schuld, wenn sie glauben, dass das Geld einspielt.

    1 von 10.

    Lee Cronin's The Mummy

    ...ist glasklar eine Mogelpackung. Aber der Titel "Lee Cronin hat Evil Dead Rise verkackt und The Exorcist geschaut, um jetzt einen guten Evil Dead zu liefern" war für den Film zu lang. Und vorweg: Natürlich lebt der Film von der völlig bescheuerten Idee, dass sich da eine Familie die ganz offensichtliche Deadite-Katie ins Haus holt - und sie da belässt. Da gibt es viele Plotholes zu entdecken. Logik dafür nicht unbedingt. Genug gemeckert. Ich hatte nämlich Spaß mit dem Dingen. Gerade, weil man The Mummy anmerkt, dass er als eine Wiedergutmachung an die geprellten Evil Dead-Fans gerichtet ist. Und als solche funktioniert er auch. Cronin badet förmlich in Ekel-Exzessen, die grafisch jederzeit explizit ausgewalzt werden. Irgendwas mit Zähnen, Fußnägeln, Hautrunterreißen, Kotzen oder bluten geht immer ab. Und wenn kein Krawall zu sehen ist, dann wird die Tonspur zur Orgel. Keine Ahnung, was der Verleih geblecht hat, um die Freigabe nach dem Kinostart zu drücken. Das muss aber ne ganze Stange gewesen sein. Wer frischen Hochglanz-Kotztütenhorror sucht, der wird mit The Mummy jedenfalls glücklich. Evil Dead Rise war Volldreck! The Mummy ist hochgradig asozial - und ich fand's geil. 7 von 10

    Normal

    Klein, aber äußerst fein. Das Setting mit der verschneiten Kleinstadt ist wirklich gelungen und der Film lässt sich gut Zeit damit, seine doch mitunter spleenigen Charaktere einzuführen. Das Opening deutet schon an, dass da noch mehr kommen mag - und wenn der Streifen dann kippt, dann wird flott in einen argen Blutmatsch-Modus umgeschaltet. Da darf ordentlich menschenverachtend rumgematscht und gestorben werden. Anstatt einem stylish inszenierten Action-Ballett ist man allerdings mehr an grotesk überhöhten Kills interessiert. Im letzten Drittel nimmt dann der Comedy-Anteil etwas Überhand. Schönes Ding mit kompakter Laufzeit, das echt Laune macht. 7 von 10


    Project Hail Mary

    Gut, dass ich es noch für den ins Kino geschafft habe. Denn der entfaltet sich auf einer großen Leinwand erst so richtig. Der Humor mag sicherlich nicht jedermanns Ding sein - und es gibt die übliche Schippe Kitsch. Nur der Rest ist tatsächlich überaus brillant. Erzählerisch elegant, mit Szenen für die Ewigkeit gesegnet. Da ist so viel im Pott, was wirklich geiles Popcorn-Kino ausmacht. Grace und Rocky haben mich überzeugt. 9 von 10

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    Wird natürlich eingepackt. Meine Frau hat übrigens zuletzt ihren James Jean Skelli bekommen.

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    Eternia zu besitzen ist schon Hardcore. Hab das Ding damals im Schaufenster angestarrt, aber als ich den Preis meinem Vater gesagt hatte, wollte er mir eine runterhauen D-)

    Die Vintage Eternia ist äußerst fragil mittlerweile. Das Plastik ist da nicht gut gealtert. Deshalb hochpreisig, weil komplett nur noch selten zu bekommen. Ich habe ja meine Origins Eternia (is die auf dem X-Bild übrigens). Die hatte ich für knapp nen Tausi ja vor zwei Jahren gekauft. Reicht mir und is echt schick.

    Ready or Not

    Hatte ich tatsächlich damals irgendwie verpennt und jetzt nachgeholt. Erzählt jetzt nichts wirklich Neues und den Humor fand ich ebenso eher von der dämlichsten Sorte. Aber Samara Weaving trägt die Nummer echt gut. Zudem nette und flotte Inszenierung und zeitweise böse Gore-Überraschungen. Unterm Strich ne 6 von 10


    The Commuter

    Handwerklich - und vor allem die Kameraarbeit - grundsätzlich ne gute Nummer. Und beim Cast werden viele bekannte Namen und Gesichter aufgefahren. Liam Neeson eh ne sichere Bank. Nur im letztzen Drittel offenbart sich, dass man nicht mehr weiter wusste. Urplötzlich wird es absurd dull - und da werden Twists rausgeklöppelt, die man ohne Mühe schon ewig kommen sieht. Wenn man ohne große Erwartungshaltung drangeht, dann kann man schon eine nette Zeit damit haben. 5 von 10

    Kill Bill - The Whole Bloody Affair

    ...ist (und das war ja bekannt) kein gänzlich neuer Film. Aber ganz bestimmt die beste Fassung des Materials, das eh jeder lieben muss. Ja, hat den berüchtigten Vol 1 Extra-Gore der Japan-Fassung an Bord, kommt mit 8 Minuten neuen Anime-Sequenzen und ner Post-Credit-Fortnite-Zugabe. Das Wichtigste: Endlich wieder auf ner großen Leinwand zu sehen. Da gehört das hin! Die viereinhalb Stunden vergingen wie im Flug und jede Minute davon machte Freude. Tarantinos bester Film und hat in zwei Jahrzehnten nichts an Impact eingebüßt. Weniger als 10 von 10 geht niemals!